Berühmtheiten Tübingens

Friedrich Hölderlin

1770, am 20. März in Lauffen am Neckar geboren, kam Hölderlin im zarten Alter von  18 Jahren 1788 nach Tübingen, um hier Theologie zu studieren. In Nürtingen wurde er in der Lateinschule darauf vorbereitet. Die evangelischen Klosterschulen in Maulbronn und Denkendorf waren weitere Stationen. Nach Tübingen kam er als Stipendiat des evangelischen Stifts. Hier schloss er später mit Hegel und Schelling Freundschaft. Seinen Lehrer Köstlin verehrte wie einen Vater. Sein berühmter Hyperion entsteht. 

Er wurde aber nicht Pfarrer, wie es der Wunsch seiner Mutter gewesen wäre, sondern ist als Hauslehrer durch die Lande gezogen. So lernte er in Frankfurt Susette Gontard als Hauslehrer ihrer Kinder kennen. Und er verliebte sich wohl auch unsterblich in sie. In seinen Gedichten taucht sie immer wieder als Diotima auf. Als Jakob Gontard allerdings von dieser platonischen Liebe erfuhr, musste Hölderlin schnellstens das Haus verlassen.  Zu Fuss wanderte er bis Bordeaux in Frankreich.

Historischer Hölderlinturm
Historischer Hölderlinturm

Am 11. September 1806 kam Hölderlin erneut nach Tübingen. Wenige Tage später wurde er unter Zwang in die Autenrieth´sche Universitätsklinik, die heutige Alte Burse, eingewiesen. Die Diagnose lautete: Manie als Nachkrankheit der Krätze. Hölderlin musste mehrere 4-wöchige Zyklen medikamentöser Behandlungen über sich ergehen lassen, die teilweise zu schweren blutigen Durchfällen führten. Ebenso wurde er mit "modernsten" Methoden der Schocktherapie behandelt. Tauchbäder, Wechselduschen und eine Apparatur, die mit Hilfe der Zentrifugalkraft den Wahnsinn aus seinem Kopf ausfahren lassen sollten, waren weitere psychiatrische Methoden. Nach 231 Tagen erfolgloser Therapie wurde er als unheilbar entlassen und vom Schreinermeister Zimmer am 3. Mai 1807 zur Pflege aufgenommen. 

Der Hölderlinturm in Tübingen - die Schokoladenseite der Stadt
Der Hölderlinturm in Tübingen - die Schokoladenseite der Stadt

Entgegen der Diagnose des Autenrieth lebte er in "seinem Turm" allerdings noch weitere 36 Jahre und "überlebte" ihn um 8 Jahre. Am 7. Juni 1843 starb Hölderlin in seinem Zimmer. Über 100 Studenten folgten seiner Leiche zum Tübinger Stadtfriedhof. 

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